
{"id":2446,"date":"2014-07-08T21:15:16","date_gmt":"2014-07-08T19:15:16","guid":{"rendered":"http:\/\/luckyman-concerts.de\/?page_id=2446"},"modified":"2014-07-08T21:16:40","modified_gmt":"2014-07-08T19:16:40","slug":"wir-ueber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.luckymanconcerts.de\/?page_id=2446","title":{"rendered":"Wir \u00fcber uns &#8211; und etwas mehr"},"content":{"rendered":"<p>Wir, das sind Ludwig Geisler und Hans Wiesm\u00fcller, Jahrgang 58 und 54. Da kann man schon ahnen wo die musikalische Reise hingeht. Das hei\u00dft aber noch lange nicht, dass wir uns mit einer Mauer umgeben, die aus Musik der legend\u00e4ren 70iger und 80iger besteht. Nein, wir stehen auch im jetzt und hier, denn tolle Musik gibt es immer. Wir sind allem was mit Musik zu tun hat aufgeschlossen. Ob Musik pur, mit Literatur, mit Kabarett, mit Theater oder alles miteinander, nur gefallen muss es uns. Wenn es auch noch Leute gibt, die mit unseren kulturellen Vorlieben konform gehen und unsere Veranstaltungen auch noch besuchen, dann kann eigentlich fast nichts mehr schiefgehen \u2013 k\u00f6nnte man meinen. Der Name \u201eluckyman\u201c hat nicht wie viele vermuten mit dem Namen Ludwig zu tun, auch nicht weil wir besonders gl\u00fcckliche M\u00e4nner sind. Er ist wie so vieles im Leben scheinbar reiner Zufall. Bei einer Besprechung waren wir auf der Suche nach einem guten Namen, der Zugkraft haben muss. Dabei h\u00f6rten wir den Song \u201eLuckyman\u201c von Emerson Lake und Palmer. Das war es dann auch. Er wurde uns praktisch ins Ohr gelegt.\u201eluckymanconcerts\u201c, Idee, Veranstaltung und Organisation: damit wird in Zukunft Musik \u2013 Kabarett und Literatur miteinander verbunden werden.<\/p>\n<p>Wie alles begann<\/p>\n<p>Sommer 2004, M\u00fchldorf, Haberkasten Innenhof, Sweet-Konzert. In der Pause unterhalten sich obige Herrschaften an der Bar, welch trostloser Zustand es eigentlich ist, dass es f\u00fcr nicht mehr so Junge keine Lokalit\u00e4t mehr gibt, wo gute Musik gespielt wird, live oder vom Plattenteller. Machen wir doch selbst was, lautet der allgemeine Tenor. 3Wochen sp\u00e4ter: an der Bar im Cafe Noah, Garching. Obige Herren beschlie\u00dfen selber was zu machen. Was genau wei\u00df man nicht genau, aber es wird schon werden. Im Garchinger Freibad werden die Diskussionen intensiver und erste Ergebnisse kommen an die Oberfl\u00e4che. Ein DJ- Abend mit au\u00dfergew\u00f6hnlich guter Musik soll es sein, vielleicht noch mit Tanz, aber nur wer will. Als Austragungsort wird der Saal des \u201eGasthaus zum Br\u00e4u\u201c in Wald auserkoren. Wir haben nicht einmal eine DJ- Anlage, geschweige denn ein paar bunte Lichter. Wir haben eigentlich gar nichts, au\u00dfer unserer Idee. Aber wie das Leben so spielt: Hans Hofer, Bandchef der neugegr\u00fcndeten Band \u201eNolyn\u201c bietet uns eine Anlage samt Licht an, im Gegenzug wollen sie an diesem Abend ihr erstes Konzert geben. Gesagt, getan, dann machen wir halt Liveband &amp; DJ. Die B\u00fchne im Br\u00e4usaal wird mit Tischen vergr\u00f6\u00dfert, mit Brettern verbunden und zusammengenagelt. Ein paar alte, wacklige Bistrotische werden auch noch aufgetrieben. Ein historisches Datum wird festgelegt. Am 21.Januar 2005 wird die erste Veranstaltung von \u201eluckymanconcerts\u201c steigen, \u201emusic-night\u201c wird der Abend genannt. Dieser Name wird uns durch die Jahre weiter begleiten. Als DJ steigt Hans in den Ring. Als Assistent wird sein alter Freund Mike mit auf die B\u00fchne kommen. Ludwig soll sich um die Besucher k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Das erste Mal<\/p>\n<p>Was waren wir nerv\u00f6s, bis es endlich losging. Lampenfieber plagte uns in all seinen Facetten. Haben wir an alles gedacht, haben wir im Vorfeld alles richtig gemacht? Viele wichtige Sitzungen und unz\u00e4hlige Telefonate wurden durchgef\u00fchrt. Unerm\u00fcdlich die Werbetrommel ger\u00fchrt. Dann, um 22:00 Uhr war es geschafft. Die H\u00fctte war gerammelt voll. Nach dem Auftritt von Nolyn tanzten die Leute bis 4 Uhr morgens. Es gab Szenenapplaus f\u00fcr die DJ`s, denn es wurden so ziemlich alle Rockkracher rausgeholt, die es gab. Um 5 Uhr morgens wurde dann der Heimweg angetreten. Wie es oft so kommt, die Musik die wir spielen wollten, spielten wir nat\u00fcrlich nicht, denn die G\u00e4ste wollten ganz was anderes h\u00f6ren. Und damit haben wir sie letztendlich bedient. Die kurze Nacht wurde am anderen Morgen erleichtert durch das Bewusstsein, dass wir etwas geschaffen hatten, das wir auf alle F\u00e4lle wiederholen wollten. Signale dazu kamen in den folgenden Tagen von vielen Seiten.<\/p>\n<p>Wie es weiterging<\/p>\n<p>Zwei weitere Veranstaltungen im Jahr 2005 folgten. Liveband und anschlie\u00dfend DJ-Musik und Tanz. Aber irgendwie funktionierte das mit dem Tanz nicht mehr so richtig im Saal. Die Besucher vergn\u00fcgten sich lieber in der Bar mit ihren Freunden Jacky und Cola. Die DJ`s waren ratlos. Lag es an der Musik ? Selbst Robert, erfahrener DJ und Musikfreak der 70iger und 80iger konnte das Blatt nicht entscheidend wenden. Dann tragen wir die Musik halt den Besuchern in die Bar nach. Diese Idee z\u00fcndete. Robert entdeckte seine alte Liebe neu \u2013 n\u00e4mlich das Auflegen von Musik. Assistiert wird er dabei von Mike. Einhergehend damit wurde der Begriff \u201enach dem Konzert DJ-Party in der Bunkerbar\u201c kreiert. Aber wir machten immer noch Fehler. Und diese wurden intensiv bei Ramazotti mit Eis und Zitrone diskutiert. Manchmal waren wir kurz vor dem Aufgeben, wenn ein Abend mehr als d\u00fcrftig verlief; dann wieder voller Euphorie, wenn wieder ein Abend super lief. So wechselten Hoch und Tiefs ab, in denen wir uns gegenseitig immer wieder aufbauten. Denn eines wollten wir im Grunde unseres Herzen eigentlich nicht: aufh\u00f6ren. Wir hatten Spa\u00df an der Sache bekommen, und wollten auch allen Unkenrufen zum Trotz beweisen, dass man ohne \u00f6ffentliche Gelder eine gewisse Art von Kultur machen kann. Mit Unterst\u00fctzung der Brauerei, den Wirtsleuten und auch viel Eigeninitiative wurden die R\u00e4umlichkeiten in Wald\/Alz so geschaffen wie sie sich jetzt den Besuchern pr\u00e4sentieren. Die B\u00fchne wurde vergr\u00f6\u00dfert, die Akustik durch schwarzes Moltontuch entscheidend verbessert.<br \/>\nDie B\u00fchnenbeleuchtung ist dank Peter Theissig jetzt ziemlich gut. Der Saal wurde renoviert und die Heizung verbessert. Viele kleine und gro\u00dfe Schritte wurden getan, um den Musikern und den Besuchern den Aufenthalt angenehm zu machen. Wir haben auch weiterhin vor uns nicht auf diesen Lorbeeren auszuruhen, sondern sind st\u00e4ndig bem\u00fcht immer noch alles besser zu machen.<\/p>\n<p>Die Bands<\/p>\n<p>Es gibt diesen unseligen Spruch von Hans nach der dritten Veranstaltung \u00fcber den wir heute noch lachen: \u201e Ich wei\u00df jetzt keine Band mehr, die wir einladen k\u00f6nnen.\u201c Was wir damals nicht wussten, wie viele und wie gute Bands es gibt.. Es ist kaum zu glauben, wo die mittlerweile \u00fcberall herkommen um bei uns zu spielen. Aus halb Europa hatten wir Musiker zu Gast. Und sie wollen sogar ein zweites Mal spielen, weil es ihnen bei und so gut gef\u00e4llt. Wie gut oder weniger gut die Bands waren, das \u00fcberlassen wir scharfz\u00fcngigen und intelligenten Musikkritikern, denn zwei Dinge k\u00f6nnen wir Beide nicht: ein Musikinstrument spielen und Notenlesen. Bauchgef\u00fchl, das ist es was wir einbringen k\u00f6nnen. Wir wollen hier auch keine Bewertung abgeben, denn das w\u00e4re unfair. Nimmt man die Reaktionen der Besucher nach den Konzerten in sich auf, so kann man davon ausgehen, dass der \u00fcberwiegende Teil mehr als zufrieden nach Hause ging. Einzelne Bands an dieser Stelle hervorzuheben ist m\u00fc\u00dfig und das wollen wir auch nicht. Eines muss man auf alle F\u00e4lle aber festhalten. Alle Musiker waren sehr nett, sympathisch und ohne All\u00fcren, auch wenn manche vielleicht etwas prominenter waren als andere.<\/p>\n<p>Die Erweiterung(en)<\/p>\n<p>Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Musik, speziell der Rockmusik mit all seinen Facetten. Irgendwann haben wir uns gefragt, war`s das, das mit der Musik oder gibt es noch etwas anderes? K\u00f6nnen wir es wagen Veranstaltungen mit wenig oder gar keiner Musik zu organisieren und wenn ja, welche?\u00a0Wir entdeckten eine gemeinsame Vorliebe f\u00fcr Kabarett. Literatur mit Musik ergab sich eher zuf\u00e4llig, dank unserer Mittlerweile guten Beziehungen zu Agenturen. Wir wagen beides, war der einstimmige Beschluss von uns beiden. Doch welche R\u00e4umlichkeit nimmt man dazu her? Ist der Br\u00e4usaal f\u00fcr bestuhlte Veranstaltungen zu klein? Ja, aber es ist ein Saal mit einer tollen Ausstahlung.. Es lief z\u00e4h an, denn es wurden wieder Fehler gemacht, die wir im Vorfeld nicht entdecken konnten. Hier fehlte einfach die Erfahrung mit \u201eNichtmusik Veranstaltungen\u201c. Wir diskutierten uns die K\u00f6pfe hei\u00df, was anders zu machen ist. Unsere Entschl\u00fcsse f\u00fchrten zu dem gew\u00fcnschten Ergebnis und wir k\u00f6nnen mit Recht und einem gewissen Stolz sagen, dass wir uns ein zweites kulturelles Standbein geschaffen haben.\u00a0\u201eWar das alles Beim Br\u00e4u in Wald\u201c haben wir uns irgendwann gefragt. K\u00f6nnen wir auch gr\u00f6\u00dfer und wenn ja mit was? Die Diskussionen wollten kein Ende nehmen. Pro- und Kontra wurden ausgetauscht \u2013 wir einigten uns auf das B\u00fcrgerzentrum Burgkirchen. Viermal so gro\u00df wie der Br\u00e4u und mit allen technischen Raffinessen ausgestattet. Mit der Auswahl unserer Veranstaltungen haben wir hier ins Schwarze getroffen.<\/p>\n<p>Irgendwann im Laufe des Jahres 2012 sind wir \u00fcber den Chiemsee gestolpert, genauer gesagt \u00fcber die \u201eMS Edeltraud\u201c, dem gr\u00f6\u00dften Schiff der Chiemseeflotte. Kann man hier Veranstaltungen erfolgreich durchf\u00fchren? Der Versuch wurde gewagt. Im Sommer 2014 startete das restlos ausverkaufte Rock `n Roll Schiff mit drei Livebands an Bord vom Hafen Prien\/Stock aus. Dieser Erfolg ermutigte uns das Spektrum auf dem Chiemsee weiter zu entwickeln. 2014 f\u00fchrten wir sechs Veranstaltungen durch, u.a. mit drei ausverkauften Kabarettabenden und welch ein Wagnis f\u00fcr Rockfans wie wir, ein Klassikabend, unter dem Motto \u201eMozart auf dem Chiemsee\u201c.<br \/>\nNachdem Hans 2014 in die passive Altersteilzeit eingetreten ist, was demzufolge auch viel Freizeit bedeutet, kam die \u00dcberlegung, wo k\u00f6nnen wir noch? Wo k\u00f6nnen wir Doppelveranstaltungen durchf\u00fchren aber uns nicht gegenseitig die Besucher wegnehmen? Die Wahl fiel auf die \u201eAlte Kaserne\u201c in Landshut. Das Offizierskasino der Bundeswehr wurde nach Aufl\u00f6sung des Standorts von der Stadt Landshut \u00fcbernommen und zu einem tollen Veranstaltungsort ausgebaut. Bei unserem ersten Besuch dort wurden wir mit offenen Armen empfangen. Mit Manfred Mezger, dem dortigen Leiter haben wir einen geistigen Mitstreiter in Sachen Rockmusik gefunden. Ab 2015 starten wir mit drei Konzerten in Landshut.\u00a0\u00dcber die weitere Entwicklung wird zu gegebener Zeit berichtet.<\/p>\n<p>Die Besucher<\/p>\n<p>Es sind die Besucher, ohne die wir nicht w\u00e4ren was wir heute sind. Es sind auch solche, die Freunde geworden sind, und solche, ohne deren Anwesenheit einfach etwas fehlt. Man fragt sich dann nach der Veranstaltung, hast du den oder die heute nicht gesehen? Warum war er oder sie heute nicht da? Viele begleiten uns seit unseren ersten Gehversuchen und haben alle H\u00f6hen und Tiefen auch miterlebt und uns wieder aufgebaut. Viele lieb gewordene G\u00e4ste bleiben hier ungenannt. Sie sind alle irgendwann einmal als Musikfans oder einfach als neugierige Wochenendschw\u00e4rmer bei uns gelandet und h\u00e4ngengeblieben \u2013 die magische Atmosph\u00e4re von Live-Musik l\u00e4sst sie nicht mehr los. Aus vielen sporadischen Besuchern sind mittlerweile Stammg\u00e4ste geworden. Und es werden immer mehr.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt<\/p>\n<p>Wie lautet unser vorl\u00e4ufiges Fazit als Organisatoren der \u201emusic-night\u201c aus Garching: gerade wegen der scheinbar un\u00fcbersichtlichen Anzahl von Veranstaltungen muss man sich eine Nische suchen in der man sich wohlf\u00fchlt. Durch die Verflachung der \u00fcberregionalen TV \u2013 und Radiosender, wegen der Mainstreamigkeit der Musikindustrie gibt es unserer Beobachtung und durch viele Unterhaltungen best\u00e4tigt, immer mehr Leute, deren musikalische Anspr\u00fcche ausgegrenzt werden, deren musikalischen Vorlieben nur noch in kleinen Oasen zu finden sind und die vielleicht deswegen den Weg zu unseren Veranstaltungen finden.<\/p>\n<p>Darum k\u00f6nnen wir auch weitermachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir, das sind Ludwig Geisler und Hans Wiesm\u00fcller, Jahrgang 58 und 54. Da kann man schon ahnen wo die musikalische Reise hingeht. 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